Begegnungen vor dem XX. Weltjugendtag
www.crimmitschau.de | 23.08.2005
Litauische Gäste brachten Weltjugendtagsflair in die Region
Die Ereignisse rund um den XX. Weltjugendtag in Köln sind Geschichte. Die Bilder und die Botschaften dieser Tage faszinierten die Menschen weltweit. Eine Bereicherung für verschiedene Regionen Deutschlands waren jedoch zweifelsohne ebenso die vorangegangenen Tage der Begegnung auf dem Weg zum XX. Weltjugendtag, vom 10. bis zum 15. August.
Dank der Initiative unserer Katholischen Pfarrei "St. Franziskus" und der katholischen Kirchgemeinde Werdau, erlebten zahlreiche Crimmitschauer und Werdauer Jugendliche, Gemeindemitglieder und Gastfamilien unvergessliche Begegnungen mit 50 jugendlichen Katholiken aus Litauen, die für diese Zeit unsere Gäste waren. Gemeinsam mit vielen Partnern aus den evangelischen Kirchgemeinden sowie aus städtischen und privaten Einrichtungen Crimmitschaus und Werdaus wurde ein vielseitiges Programm angeboten, welches die Tage wie im Fluge vergehen ließ.
Im Rahmen eines ökumenischen Begrüßungsabends gab es für die Gäste am Abend des "Crimmitschautages" im hiesigen Jugend- und Vereinshaus mit einem bunten und informativen Programm ein herzliches Willkommen. Oberbürgermeister Holm Günther zeigte sich besonders erfreut, dass diese Begegnungstage in Crimmitschau stattfanden und verband seine herzlichen Begrüßungsworte mit dem Anliegen, fortzusetzen "was unsere Vorfahren begonnen haben - den Frieden durch Völkerverständigung zu erhalten". Besonders positiv bewertete Landrat Christian Otto, dass die Ökumene im Mittelpunkt der Veranstaltung stand. So begrüßte Pfarrer Ferry Suárez die Anwesenden stellvertretend für die evangelischen Gemeinden. Er wünschte sich, in Anlehnung an ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, für alle Menschen dieser Welt "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" und ermutigte dazu, so auch die Tage in Crimmitschau zu verbringen und etwas davon mitzunehmen, nach Köln und in die Heimat der Gäste. Mit einer kurzweiligen Präsentation verschiedener Vereine erhielten die Gäste Einblick in die Jugendarbeit in der Region.
Begeisterter Applaus und uneingeschränkte Sympathie galt den jungen Litauern abschließend für die temperamentvoll vorgetragenen Lieder aus ihrer Heimat.
Während der folgenden Begegnungstage wurde voller Begeisterung gefeiert, geredet, gebetet und gesungen. Am "Tag des sozialen Engagements" waren aber auch litauische und deutsche Jugendliche, entsprechend dem deutschlandweiten Motto "under construction - bau mit an einer gerechten Welt", in gemischten Projektgruppen aktiv tätig. Beispielsweise im Rahmen eines Straßenfestes in der Badergasse, welches auf Initiative des Mütter- und Familienzentrums Wespennest gemeinsam mit Jugendlichen vorbereitet und unter dem Motto "Trommeln für eine Welt" veranstaltet wurde.
Mit original afrikanischen Trommeln, Tanzspielen und Gesang sowie liebevoll vorbereiteten Bastelmöglichkeiten warteten die Jugendlichen zum Straßenfest in der Badergasse auf .
Im Kinderheim Kinderarche gab es ein Kinderfest, auf dem u. a. auch litauisch gekocht wurde. Deutsche und litauische Jugendliche gestalteten jeweils einen heiteren musikalischen Nachmittag mit gemeinsamer Kaffeetafel in den Pflegeheimen in der Karl-Marx-Straße und Im Park. Andere betätigten sich in der Zwickauer Jugendwerkstatt des FAB künstlerisch. Mit vier großen Wandbildern für die Kindertagesstätte "Kinderland" entstand nicht nur ein tolles Ergebnis - es war, wie Ausbilderin Roswitha Vielhauer später berichtete, "eine echte Bereicherung für alle Beteiligten."
Im Rahmen des Ökumenischen Gottesdienstes wurden die litauischen Jugendlichen am Abend des Marktfestsonntags in der St. Laurentiuskirche vor ihrer Weiterfahrt nach Köln verabschiedet. Allen an der Vorbereitung und Durchführung der "Tage der Begegnung" beteiligten Helfern sowie den Quartiereltern gilt auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön. (SV)



