Eine Weichenstellung für die Zukunft
01.12.2008
Es gibt im Leben Situationen, in denen man die Chance hat, durch richtige Weichenstellungen in der Gegenwart die eigene Zukunft bewusst zu gestalten. Einige konkrete Einzelfragen haben uns im Pfarrgemeinderat in den letzten Monaten den Blick auf die mittelfristige Zukunft unserer Gemeinde gelenkt.
Was ist für das Leben unserer Gemeinde in 10 – 15 Jahren realistischer Weise zu erwarten? Unter Berücksichtigung der Altersstruktur unserer Gemeinde sowie der absehbar in unserem Bistum in 10 – 15 Jahren noch zur Verfügung stehenden Priester ist davon auszugehen, dass etwa ab 2020 nur noch ein Pfarrer für die beiden heutigen Pfarreien Crimmitschau und Werdau zur Verfügung stehen wird, ebenso werden beide Gemeinden bedeutend kleiner sein als heute. Zum Problem wird dann auf jeden Fall die gegenwärtige Verteilung des Crimmitschauer Gemeindelebens auf die zwei verschiedenen Grundstücke des Pfarrhauses mit der Kapelle und des Piusheimes werden. Es ist davon auszugehen, dass eines der beiden Grundstücke in Zukunft aufgegeben werden muss, entweder das Pfarrhaus oder das Piusheim. An dieser Stelle haben wir jetzt die Möglichkeit, die Weichen in die eine oder in die andere Richtung zu stellen.
- Wenn wir als Gemeinde perspektivisch am Pfarrhaus mit der gegenwärtigen Kapelle festhalten wollen, werden wir irgendwann das Piusheim aufgeben müssen. Im Pfarrhaus müssten dann durch Umbauten genügend Räume für das Gemeindeleben geschaffen werden. Falls wir uns als Gemeinde auf dieses Zukunftsmodell einstellen wollen, brauchen wir gegenwärtig nichts zu tun.
- Wenn wir als Gemeinde aber perspektivisch am Piusheim festhalten wollen, dann werden wir uns in 10 – 15 Jahren vom Pfarrhausgrundstück mitsamt der bisherigen St.-Franziskus-Kapelle trennen müssen. In diesem Fall müsste auf dem Gelände des Piusheimes eine neue St.-Franziskus-Kapelle errichtet werden. Falls wir uns als Gemeinde für dieses Zukunftsmodell entscheiden, haben wir gerade jetzt eine große Chance: Es ist zur Zeit möglich, dass wir das dem Piusheim benachbarte Grundstück Pestalozzistraße 43 kaufen. Damit stünde dann in 10 – 15 Jahren der Bauplatz für eine neue St.-Franziskus-Kapelle zur Verfügung. Die Entscheidung dazu müssen wir aber jetzt treffen.
Im Pfarrgemeinderat sind diese beiden verschiedenen Zukunftsoptionen in den vergangenen Monaten intensiv abgewogen worden, die finanzielle Machbarkeit beider Modelle wurde überprüft und die Zustimmung des Bistums für beide Varianten eingeholt. Als Ergebnis der Beratungen votiert der Pfarrgemeinderat klar für den Grundstückskauf und damit für den zukünftigen Neubau einer St.-Franziskus-Kapelle am Piusheim bei Aufgabe des Pfarrhauses und der bisherigen Kapelle.
Die letzte Entscheidung darüber muss im Januar 2009 allerdings der Kirchenrat treffen. Vor dieser Entscheidung, also in den nächsten 5 – 6 Wochen, soll diese Frage in unserer Gemeinde noch einmal gründlich diskutiert werden, geht doch eine solche grundsätzliche Weichenstellung alle an. Bitte machen sie diese Frage in den kommenden Wochen in den Gruppen und Kreisen unserer Gemeinde zum Thema, sprechen Sie auch mit den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates (Angela Bayer, Ilse Faller, Andreas Franze, Thomas Gömbi, Jürgen Hamori, Maria Herrmann, Tobias Hula, Regina Lesch, Heike Nawroth, Carsten Thoms, Katrin Thoms), des Kirchenrates (Andreas Franze, Ulrike Gömbi, Horst Kanis, Carola Neumann, Rudolf Thoms, Gabriele Trommer) und mit Pfarrer Gehrke darüber. Am Freitag, dem 9. Januar, findet 19:30 Uhr im Piusheim ein Gemeindeabend zum Gespräch über diese Weichenstellung statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen!
Pfarrer Gehrke und der Pfarrgemeinderat



